Wenig Interesse an intelligenten Stromzählern
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Bis 2014 sollen alle Haushalte mit “Smart Metern” versorgt werden. Aktuell sind von 44 Millionen Haushalten aber gerade erst 100.000 mit der neuen Technik ausgestattet. Etwa 800.000 Haushalte gelten als “Smart Ready” und könnten einfach aufgerüstet werden. 2010 kannten laut einer Marktforschungsstudie 91 Prozent der Befragten den Begriff “Smart Meter” noch nicht einmal. Sechs Prozent gaben an, die Technik zu kennen, die Hälfte dieser Personen verstand darunter allerdings eine Automarke oder allgmein Solartechnik.
Selbst wer weiß worum es sich handelt, fürchtet erhebliche Mehrkosten, zwischen 40 und 100 Euro kostet ein smarter Stromzähler, auch Monatsmieten in Höhe von 15 Euro werden von einzelnen Energieversorgern angeboten. Dem gegenüber steht aber nur eine geschätzten Ersparnis zwischen 12 und 50 Euro im Monat. Flexible, auf Smart Meter zugeschnittene Tarife fehlen ebenfalls noch.
Dazu kommen erhebliche Bedenken, was den Datenschutz angeht. Niemand weiß aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Geräte, welche Daten erfasst und versendet werden. Über die Zähler lässt sich relativ leicht das Verhalten der Bewohner ausspähen. Nicht nur, wann Waschmaschine, Toaster oder Kaffeemschine eingeschaltet werden, selbst welcher TV-Sender zu welcher Zeit geschaut wird, lässt sich über die Zähler theoretisch ermitteln.
Auch der Zwang zur Nutzung des elektronischen Personalausweises für das Auslesen der eigenen Verbrauchsdaten über das Internet, wie manche ihn Vorsehen, ist nicht wirklich förderlich, denn dieser Ausweis in sich ist schon ein großes Sicherheitsrisiko für den Benutzer und ein ideales Spionage-Tool für Staat und Unternehmen.
