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Induktionsherd

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Beim Induktionskochen heizen sich nicht die Kochplatten auf, sondern der Topfboden selbst erhizt sich. Das Aufheizen geschieht dabei sehr schnell. Zudem entfällt der Wärmewiderstand, so dass weniger Energie verloren geht. Daher verbrauchen Induktionsherde nahezu ein Viertel weniger Energie und Zeit. Das Aufkochen geht vier Mal schneller als bei herkömmlichen Kochmethoden.  Ein weiterer Vorteil: Es wird weniger Abwärme erzeugt, sodass die Abluftventilatoren weniger arbeiten müssen. Auch das spart Energie.

Vorteile

  • Ähnlich wie beim Gasherd haben Indutioinsherde sehr kurze Reaktionszeiten bei Änderungen der Einstellung (sehr kurze Vorwärmzeit; schnelles, genau dosierbares Anbraten)
  • Schnelles Ankochen größerer Mengen –  auch mit schweren Töpfen, da die Wärme im Topfboden direkt durch die Induktion erzeugt wird ohne erst die Kochplatte zu erwärmen.
  • Die Kochfläche bleibt neben dem Topf kühl, da diese sich nicht selbst erwärmt, sondern nur sekundär durch den Kontakt mit dem Topf erwärmt wird (sog. Rückerwärmung)
  • Deutlich erleichterte Reinigung, da Lebensmittelreste kaum einbrennen: die Glaskeramikoberfläche erhitzt sich nur unterhalb des Topfes durch diesen – nicht jedoch auf den kritischen Flächen um den Topf herum
  • Verbesserte Sicherheit, da Energie nur gezielt an Metall abgegeben wird: versehentlich (oder von kleinen Kindern) angeschaltete Induktionskochflächen heizen nur, wenn ein Topf darauf steht
  • Energieersparnis:
    • durch kurze Kochzeiten, da nur eine relativ geringe Masse erwärmt wird und weder, wie beim Gasherd, große Teile der Energie durch Strahlung und Konvektion verloren gehen, noch Energie in der heißen Platte deponiert bleibt (deshalb z. B. besonders geeignet für das Kochen mit einem Schnellkochtopf)
    • Wärmeerzeugung nur im Topf – auch bei abweichenden Topfdurchmessern: ist der Topf zu klein, erwärmt sich nur dieser; die ihn umgebende Fläche des Kochfeldes bleibt kalt, dadurch geht keine Wärme neben dem Topf verloren.

Nachteile

Da für die Funktion des Induktionskochfeldes ein ferromagnetischer Boden des Kochgeschirrs empfehlenswert oder sogar erforderlich ist, können einige Typen von Edelstahltöpfen kaum, sowie Aluminiumtöpfe nicht verwendet werden. Alle Glas-, Keramik- u. a. nichtleitenden Töpfe sind grundsätzlich ungeeignet. Daher ist manchmal die Anschaffung neuer Töpfe und Pfannen notwendig.

Als Alternative zu teurem Spezialgeschirr empfehlen sich einfache emaillierte Stahltöpfe und eiserne Bratpfannen. Auch handelsübliche Edelstahltöpfe mit mehrlagigem Topfboden eignen sich für das Kochen mit Induktion. Diese sind auf der Verpackung, z. T. auch der Unterseite mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet.

Ein weiterer Nachteil ist die Geräuschentwicklung, welche sich zum einen als niederfrequentes Betriebsgeräusch am Lüfter und zum anderen als hochfrequentes Geräusch am Topf bemerkbar macht.

Personen mit Herzschrittmacher sollten beachten, dass diese Geräte den Herzschrittmacher blockieren oder in anderer Weise stören und daher gefährlich sein könnte. Grund hierfür sind die  starken Magnetfelder mit denen diese Herde arbeiten.

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