Hightech Netz für regenerativen Strom geplant
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Neun europäische Länder wollen den Ausbau erneuerbarer Energien mit einem Milliardenprojekt forcieren. Der Plan ist so sinnvoll, dass man sich fragt warum er nicht schon längst umgesetzt wurde?
Mehrere Nordsee-Anrainer, darunter Deutschland, wollten ihre Ökostromprojekte bündeln und ein gemeinsames Hightech-Energienetz schaffen. Das Netz soll Europas Wind-, Sonnen und Wellenkraftwerke vereinen und in der Nordsee Windparks vor der deutschen und britischen Küste mit Wasserkraftwerken in Norwegen, Gezeitenmeilern an der belgischen und dänischen Küste sowie Wind- und Solaranlagen auf dem europäischen Festland verbinden. Um die riesigen Distanzen zu überbrücken, bedient man sich einer bestimmten Übertragungsform, die Strom relativ verlustarm zu leitet. So gehen auf 1000 Kilometer Distanz nur etwa drei bis vier Prozent Strom verloren.
Die Kosten für das neue Netz könnten Experten zufolge bis zu 30 Milliarden Euro betragen.
Ein gemeinsames Netz könnte eines der größten Probleme bei der Stromerzeugung durch regenerative Energien lösen. Wind- und Solarkraftwerke sind von Wetter-Schwankungen abhängig, somit bieten sie kein stetiges und gleichbleibendes Stromangebot. Ein länderübergreifendes Stromnetz kann Schwankungen durch verschiedene Energieträger und Regionen ausgleichen und eine zuverlässige Versorgung weiter Teile Europas sicherstellen. Zudem könnten Wasserkraftwerke in Norwegen erstmals im großen Stil als Speicher des vor allem in Großbritannien und auch in Deutschland produzierten Windstroms herangezogen werden.
