Haushalte können mehr Strom sparen
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Durch den Einsatz moderner Haushaltsgeräte könnt Verbraucher ihre Stromkosten um etwa ein Drittel reduzieren.
Allein durch den Einsatz sparsamer Kühlschränke, Trockner oder Waschmaschinen der Effizienzklasse «A++» , kann laut einer von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eingesetzten Expertengruppe, ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt die Ausgaben für Strom von etwa 900 Euro im Jahr um bis zu 340 Euro drücken.
Glos will nun die Initiative «Weiße Ware» (Bezeichnung für Haushaltsgeräte) starten, hierbei sollen die Verbraucher mit einem einmaligen Bonus von 150 Euro zum Kauf neuer Kühl- und Gefrierschränke bewegt werden.
Die durchschnittliche Lebensdauer eines Hauhaltsgerätets beträgt 14 Jahre, erst dann wird ein neues, meist sparsameres Gerät angeschafft. Das Bonusprogramm, das bis Ende 2012 laufen soll, würde etwa 200 Millionen Euro kosten. Das Geld hierfür soll aus dem Handel mit CO2- Verschmutzungspapieren genommen werden. Diese Papiere müssen Unternehmen für den Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) teilweise kaufen. Die Hausgeräte-Hersteller begrüßen die Pläne naturgemäß.
Auch die Rechte der Stromknden will Glos deutlich stärken. Die Konzerne sollen günstige Tarife anbieten, die sich nach dem Verbrauch richten. Wie dies umzusetzen sein kann, war jedoch nicht zu erfahren. Neben kostenloser Beratung über Einsparmöglichkeiten soll es zukünftig eine Energie-Schlichtungsstelle geben, die bei Streit mit dem Anbieter über die Rechnung oder Preiserhöhungen angerufen werden können soll.
Die Stromerzeuger betonen das fast alle der 1000 Energie-Unternehmen bereit Beratungsstellen unterhielten, wo es Tipps zum Stromsparen oder zu Wärmedämmung gebe.
Ob die über 20 Vorschläge der Experten zum Energiesparen in die Tat umgesetzt werden, ist aber offen, da hier wieder der übliche Zwist zwischen den Parteien zum Vorschein kommt. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gehen die Pläne der von Glos berufenen Projektgruppe Energiepolitisches Programm (PEPP) nicht weit genug. Auf der anderen Seite seien Ideen aus dem Umweltministerium einfach kopiert worden.
Einen Bonus für Kühlschränke lehnt die SPD ebenfalls ab, sie fürchtet die Hersteller würden durch darauffolgende Preiserhöhungen ihre Gewinne verbessern wollen. Die SPD hält hier weiter an der Idee von günstigeren Stromtarifen für einkommensschwache Haushalte fest. Hier ist fraglich, welche Idee besser ist - den Menschen beim Sparen zu helfen oder einfach per Dekret Preise vorzugeben.
