EU will Stromverschwendung durch Stand-by-Betrieb vermindern
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Wie heise.de berichtet, will die Europäische Kommission den Stromverbrauch von elektronischen Geräten im Ruhezustand senken. Dazu plant EU-Kommissar Andris Piebalgs, Grenzwerte für den maximalen Verbrauch im Ruhezustand europaweit zu vereinheitlichen. Am 7. Juli wird sich demzufolge der EU-Regelungsausschuss mit der Frage des Stromverbrauchs befassen. Grundlage ist die EU-Richtlinie zum Ökodesign (PDF) energiebetriebener Produkte (EuP) vom 6. Juli 2005. Sie soll dafür sorgen, Umweltbelastungen durch ein Gerät über dessen gesamten Lebenszyklus zu mindern.
Ein Verbot herkömmlicher Glühbirnen sowie strengere Grenzwerte für Geräte im Stand-by-Modus sollen auf dieser Grundlage durchgesetzt werden. Der Verbrauch im Ruhezustand dürfe bei Geräten zukünftig nicht mehr als ein Watt betragen, für Displays solle eine Obergrenze von zwei Watt gelten. Vier Jahre nach Inkrafttreten der Regelung sollen die Grenzwerte um jeweils weitere 50 Prozent gesenkt werden. So sollen bis zum Jahr 2020 Einsparungen von 55 Prozent gegenüber dem heutigen Verbrauch möglich sein.
Das Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe (ISI) hat berechnet, dass elektrische Geräte im Jahr 2004 in deutschen Haushalten und Büros nur im Stand-by-Zustand 18 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht haben. Würde man diese Menge Strom einsparen, könnten zwei Atomkraftwerke vom Netz genommen werden.
Bleibt zu hoffen, dass man das ganze noch ein Stückchen weiterdenkt - es sollte in jedem Gerät ein Netzschalter vorgeschrieben sein, der dieses wirklich vom Stromnetz trennt und somit komplett abschaltet. Der Verkauf von Geräten ohne eine solche Abschaltmöglichkeit sollte einfach verboten werden.
