EnBW erhöht Strompreise
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Strom wird zum 1. Juli teurer. Der EnBW-Konzern erhöht zum 1. Juli seine Preise für Strom. Als “Gegenleistung” will EnBW in den nächsten zwöfl Monaten keine weitere Tariferhöhung vornhemen.
Als Begründung der Preiserhöhung führt EnBW gestiegene Kosten an und muss sich zugleich fehlende Transparenz vorwerfen lassen.
Die Preiserhöhung beträgt in der Grundversorgung zum 1. Juli 4,9 Prozent. Das Unternehmen garantiert die neuen Preise für mindestens zwölf Monate, also bis Ende Juni 2009. Für die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist die Preiserhöhung ein Signal an die Kunden, sich nach einem günstigeren Lieferanten umzuschauen.
EnBW-Strom gilt nach Meinung Verbraucherzentrale Baden-Württemberg als verhältnismäßig teuer. Angebote von Wettbewerbern, sind deutlich günstiger und werden zum Teil ebenfalls für zwölf Monate garantiert.
Die EnBW begründet die erste Preiserhöhung in der Grundversorgung seit dem 1. Juli 2006 (abgesehen von der Weitergabe der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007) mit gestiegenen Beschaffungskosten. Sie verweist auf die Preise auf dem Großhandelsmarkt, die nach Angaben eines Sprechers seit 2004 um 60 Prozent gestiegen seien. Dieses Argument lassen die Verbraucherschützer aber so nicht gelten, da EnBW einen Teil ihres Stroms selbst erzeugt uns somit nicht an der Strombörse oder bei anderen Lieferanten Strom kaufen muss.
Die Experten der Verbraucherzentrale befürchten, dass die Preiserhöhung in der Branche als Signal verstanden wird, ebenfalls die Preise anzuheben. Auch das baden-württembergische Wirtschaftsministerium forderte die Verbraucher auf, die Preise der Anbieter zu vergleichen und sich gegebenenfalls einen billigeren Anbieter zu suchen.
Nach Schätzungen, genaue Zahlen legt EnBW nicht vor, sind 1,5 Millionen Kunden von der Preiserhöhung betroffen. Die monatliche Mehrbelastung liegt laut EnBW bei einem Zwei- oder Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 2900 Kilowattstunden bei 2,70 Euro im Monat. Wobei die genannten Verbrauchsmengen eher als zu niedrig angesehen werden dürften, allgemein geht man hier von 3300 Kilowattstunden bei zwei und 4200 Kilowattstunden bei drei Personen aus.
Die beiden größten deutschen Stromversorger, Eon und RWE, hatten ihren Strompreis in der Grundversorgung zu Anfang des Jahres erhöht. Vattenfall, senkte seinen Strompreis jedoch. Die sieben Regionalversorger von Eon Energie erhöhten den Strompreis unterschiedlich. Während die Verbraucher im Norden relativ glimpflich davonkamen, mussten die Verbraucher im Süden deutlich tiefer in die Taschen greifen. Eon Hanse verlangt seit dem 1. Januar in der Grundversorgung 7,1 Prozent mehr, Eon Bayern schlug 9,9 Prozent auf.
In Bayern kostet die Kilowattstunde 18,4 Cent, was einer Erhöhung um 2,14 Cent entspricht. Für einen Haushalt mit Grundversorgung und einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden stieg damit die monatliche Rechnung um 5,60 Euro auf 62 Euro.
RWE Rhein Ruhr hob den Verbrauchspreis von 18,69 auf 20,11 Cent pro Kilowattstunde an. Für den Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch erhöhte sich die Rechnung dadurch um 4,13 Euro oder 6,6 Prozent.
Vattenfall Europe senkte dagegen die Preise zum 1. Januar, weil die Bundesnetzagentur die Netznutzungsgebühren in Hamburg um 18 Prozent und in Berlin um 16 Prozent gekürzt hatte. Der Verbrauchspreis sank daher in Berlin von 19,30 Cent auf 18,92 Cent pro Kilowattstunde. Im Durchschnitt hat sich so eine Senkung von 1,7 Prozent ergeben.
