Umweltminister Gabriel will mit einem Zwölf-Jahres-Plan den Betrieb von energieverschendenden Geräten stark reduzieren. Ein Bestandteil seines Konzepts sind Kühlschrankzuschüsse für Hartz-IV-Familien.
Eigenartigerweise hatte Gabriel noch vor kurzem eine ähnliche Idee des Ministers Glos komplett abgelehnt.
Laut Gabriel verschwenden die Deutschen durch schlecht isolierte Gebäude, ineffiziente Heizanlagen und veraltete Elektrogeräte jährlich mehrere Milliarden Euro.
Im Rahmen eines “Nationalen Energie-Effizienzplans” will Gabriel Hartz-IV-Empfängern künftig für den Kauf von besonders energie-effizienten Haushaltsgeräten wie Kühlschränken einen Zuschuss gewähren.
Bereits ab November sollen Empfänger von Hartz-IV kostenlose Beratungen von Energieberatern in Anspruch nehmen können. Dies sollen Energiespartipps geben, Stromsparbirnen verschenken und Zuschüsse für neue Haushaltsgroßgeräte verteilen.
Für einen 500 Euro Kühlschrank, zahlt demanch der Staat die Differenz zu technisch veralteten Geräten bis zu einem Betrag von 150 Euro. Zuschüsse für den Grundpreis müssen jedoch zurückgezahlt werden.
Der Vorschlag von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), den Kauf umweltfreundlicher Kühlschränke mit einer Prämie von 150 Euro staatlich zu fördern war bei Gabriel noch auf Widerstand gestoßen. Glos wollte die Prämie jedoch nicht, wie jetzt Gabriel, auf Hartz-IV-Haushalte beschränken.
In diesem Jahr sollen 5 Millionen im nächsten Jahr sogar 15 Millionen Euro für das Programm bereitstehen.
Mit dem Effizienzplan sollen sich die jährlichen Stromkosten bis 2020 um zehn Milliarden Euro jährlich reduzieren lassen. Bei den Energie-Importkosten sollen die Einsparungen laut Gabriel sogar bis zu 20 Milliarden Euro jährlich betragen.
Für die Umsetzung seines Planes ist Gabriel allerdings auf die Unterstützung des Koalitionspartners CDU angewiesen.