Anfällige Stromnetze in Deutschland
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Die großen Stromkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW kommen mit dem erforderlichen Ausbau ihrer Stromnetze nicht mehr nach.
Das zeigen die Berichte der Stromkonzerne zum Netzausbau, die sie am 1. Februar 2008 der Bundesnetzagentur vorlegen mussten.
Danach hat sich die Anzahl der kritischen Situationen deutlich erhöht:
Nach dem Bericht der Vattenfall Europe Transmission habe sich die Anzahl der kritischen Situationen im Stromnetz von 80 Tagen im Jahre 2006 auf 155 Tagen im Jahre 2007 und auf 28 Tagen im Januar 2008 erhöht. Auch die RWE Transportnetz Strom GmbH räumt ein, dass immer häufiger die Belastungsgrenze erreicht werde.
Ursache dafür sei ein strukturelles Problem: Der Strom wird heute nicht mehr dort produziert worden, wo er auch gebraucht wird. Vierzig Prozent aller heute neu errichten Kraftwerke entstehen im Osten.
Sowohl Strom aus Windenergie als auch aus konventionellen Kraftwerken wird überwiegend im Osten produziert aber im Westen und Südwesten verbraucht. Da der Strom nun über lange Strecken zum Verbraucher transportiert werden muss werden die Stromnetze erheblich stärker belastet.
Je weiter Strom transportiert werden muss, desto größer sind natürlich auch die Leitungsverluste, was die Kosten entsprechend in die Höhe treibt.
Der Strom aus Windenergie werde derzeit vorwiegend im Nordosten erzeugt. Durch die Windenergie müssen die Netzbetreiber immer häufiger die Leistungen konventioneller Kraftwerke drosseln, um den Windstrom aufnehmen zu können. Das führe zu erheblichen Schwankungen im Netz.
Quelle: wikinews.org
